Aktiv an Entwicklungshilfe beteiligen

Bei der Aids-Aufklärung in Ghana helfen, behinderte Kinder in Nicaragua betreuen, in Togo Schulen bauen oder Biobauern in Thailand tatkräftig unterstützen: Dies sind nur einige der vielen Möglichkeiten, aktiv Entwicklungshilfe zu leisten. Hierdurch sollen die elementaren Grundbedürfnisse der Menschen, wie Nahrung, Unterkunft und medizinische Versorgung, gestillt werden. Auch wird versucht, mit Maßnahmen wie Bildungsförderung, Verbesserung der Infrastruktur und Etablierung von Wirtschaftssystemen, die Armut dauerhaft zu bekämpfen. Dieses Konzept wird auch „Hilfe zur Selbsthilfe“ genannt. Besonders junge Menschen unter 30 Jahren entscheiden sich oft dazu, für eine bestimmte Zeit direkt in den jeweiligen Ländern Entwicklungshilfe vor Ort zu leisten.

 

Dazu engagieren sie sich in gemeinnützigen bzw. privaten Stiftungen und nationalen sowie internationalen Organisationen. Die betroffenen Länder befinden sich überwiegend in Afrika und Latein- bzw. Südamerika, jedoch ist Hilfe auch in einigen Ländern Asiens notwendig. Wer nicht vor Ort mithelfen kann, kann Projekte mit seinem Engagement oder seinen finanziellen Mitteln unterstützen. Eine Möglichkeit besteht darin, SOS Kinderdörfer zu unterstützen. Sie engagieren sich, um die Lebensverhältnisse von Familien und besonders Kindern in benachteiligten Ländern auf Dauer zu verbessern. Die Familien werden Schritt für Schritt zur Selbsthilfe befähigt, wie z. B. mit Saatgut, Fortbildungskursen und Mikrokrediten. Vor Ort wird mit den Familien, Kommunen und Hilfsorganisationen zusammengearbeitet, um Eltern dabei zu unterstützen, ihren Kindern selbst eine sinnvolle Perspektive für die Zukunft zu bieten. Natürlich liegt ein Schwerpunkt auch auf der Bildungsarbeit, um den Kindern eine gut fundierte Schulbildung bzw. Ausbildung zu ermöglichen. Alle Projekte der SOS Kinderdörfer unterstützen sogar die UN-Milleniumsziele, die von den Vereinten Nationen formuliert wurden. Wer aktiv Entwicklungshilfe leisten möchte, sollte Projekte fördern, die der Gemeinschaft in den jeweiligen Ländern helfen, zur Selbsthilfe anspornen und die vorhandenen Stärken der dortigen Kultur nicht blockieren. Nur mit vereinter Anstrengung wird es möglich sein, den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen und verbesserte Lebensbedingungen zu schaffen. Jeder kann hierzu seinen Teil beitragen.

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